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Baugesuch


In der Planungsphase wurden mit verschiedenen Amtsstellen die Grundlagen vorbesprochen. Die definitiven Auflagen werden aber nur bei einer Beurteilung im Baugesuchsverfahren erteilt. Da diese Auflagen kostenwirksam sind, hat sich der Gemeinderat Wald zu diesem Vorgehen entschlossen.
Die Bearbeitung des Baugesuchs "Dorfzentrum" wurde im Sinne einer Vorleistung durch den Architekten erbracht und wird erst bei einer Zustimmung zum Baukredit kostenwirksam.

Projektänderungen auf Antrag der Planungskommission:
  • Aufgrund der Kostenanalyse des Vorprojektes musste der in der Studie vorgesehene Elementholzbau zu Gunsten eines Massivsbaus weichen.
  • Die Zufahrt von der Kantonsstrasse zum Feuerwehrdepot wird nicht verändert, weil mit einer Änderung zu viele Auflagen der Strassenbaupolizei zu erfüllen wären. Das Terrain entlang dem Schulhaus wird aber weiterhin wie geplant abgesenkt, so dass Fussgänger und Fahrradfahrer auch von dieser Seite her ohne Treppen zum Schulhaus und dem Neubau gelangen können.
Das Baugesuch wurde am Montag 5. Oktober auf der Gemeindeverwaltung abgegeben.

Projekt-Kurzbeschrieb
Das Gebäude wird in einer Massivbauweise, Beton und Mauerwerk erstellt. Alle Stockwerke werden über das zentrale Treppenhaus und einen Lift erschlossen.
Im Untergeschoss befindet sich der Technikraum, Waschküche, Archiv der Gemeinde, Lager des Dorfladens und die Parkgarage für die Wohnungen, Gemeindeverwaltung und das Bauamt. Einzelne Reserveparkplätze können zusätzlich vermietet werden.
Im Erdgeschoss befindet sich der Dorfladen und ein kleines Lager, mit Kühlräumen, Büro, WC und Umkleide für das Personal.
Die Gemeindeverwaltung und eine 3,5 Zimmerwohnung befinden sich im ersten Obergeschoss.
Drei weitere Wohnungen, eine 2,5 und zwei 3,5 Zimmerwohnungen, befinden sich im zweiten Obergeschoss. Das Dach ist leicht nach Innen geneigt und wird extensiv begrünt.
Die Fassade ist im Sockelbereich und auf der Hauptfassade im Erdgeschoss in Sichtbeton ausgebildet. Die weiteren Flächen werden mit Faserzement (Eternit) in Standartformaten mit unterschiedlichen Mustern verkleidet.
Die Umgebung zeichnet sich durch treppenlose, mit Gefällen ausgebildeten Flächen aus. Entlang der Kantonsstrasse Trogen - Wald - Heiden, wird eine Busbucht mit Wartehäuschen entstehen. Dahinter befindet sich eine Begegnungszone mit zentralem Baum und Sitzgelegenheiten. Im östlichen Bereich befindet sich die Garageneinfahrt und die Anlieferung des Ladens. Richtung Feuerwehrdepot werden 8 Parkplätze für die Besucher des Dorfladens und der Gemeindeverwaltung entstehen. Die Entsorgungstelle und Fahrradabstellplätze befinden sich gegenüber, entlang dem Schulhaus. Der Abgang des Hintereingangs zur Küche der MZA, wird umgebaut. Der Zugang zum bestehenden Fahrradkeller wird erleichtert und aufgewertet. Richtung Kantonsstrasse Wald - Haggen wird das Terrain abgesenkt. Der Fussgängerübergang und die Platzeinfahrt wird etwas nach Osten verschoben, damit die Sichtweiten der gültigen Norm genügen.
Auf dem Schulhausplatz entstehen zwei Bereiche. Zum Einen eine Parkierungsanlage für die Schule im unteren Teil und abgetrennt Richtung MZA der Spielbereich des Schulhauses. Durch die Terrainabsenkung entsteht vor dem Schulhauseingang eine kleine Treppenanlage, die den Eingangbereich des Schulhauses besser markieren soll.

Ansicht Nord-West
26. November 2015
Innert der Auflagefrist des Bauvorhabens Dorfzentrum sind drei Einsprachen eingegangen. Nach Rücksprache mit dem Kanton führt der Gemeinderat, in Absprache mit der Baukommission die Einspracheverfahren erstinstanzlich durch.

16. Juli 2016
Der Gemeinderat weist die Einsprachen gegen das Projekt ab und erteilt die Baubewilligung. Die Rekurrenten gelangen an die nächste Instanz. Der Rekurs wird durch das Departement Bau und Volkswirtschaft behandelt.

17. März 2017
Das Departement Bau und Volkswirtschaft hat die Rekurse mehrheitlich gutgeheissen und den angefochtenen Baubewilligungs- und Einsprache Entscheid des Gemeinderates aufgehoben. Die Behebung der Mängel erfordert eine wesentliche Projektänderung, weshalb eine Korrektur durch Auflagen und Bedingungen nicht in Frage kommen kann.
Somit kann das vorliegende Projekt in dieser Form nicht gebaut werden. Der Gemeinderat wird die Entscheide analysieren, die Interessen abwägen und anschliessend entscheiden, wie und in welcher Form das Projekt weiterverfolgt werden kann.